diebin.at

emanzipatorische informations- & kommunikationstechnologien


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Umzugsnotiz:

Liebe Leute, wir haben am 23. April zentrale Services verlegt und umgebaut, um mehr Ausfallssicherheit und auch flexiblere Services zu ermöglichen. Das ging mit genug gründlicher Vorbereitungsarbeit auch alles ziemlich gut. Dennoch sind ein paar Dinge nun anders, bzw. müssen noch in den Griff bekommen werden. Hier die wichtigsten Infos.

e-Mail Accounts:
Wenn du dich bisher nur mit dem User_innennamen eingeloggt hast, dann muss der jetzt um ein "@diebin.at" ergänzt werden. Also falls der User_innenname vorher "meinkoolername" hieß, dann müsst du jetzt "meinkoolername@diebin.at" verwenden. Alles andere sollte gleich geblieben sein. Einloggen kannst du dich weiterhin über webmail.diebin.at. Wenn du einen eigenen Mail-Client (z.B. Thunderbird) verwendest, dann stelle als Mailserver mail.diebin.at ein.

FTP-Accounts:
Sollten wie vorhin funktionieren. Bei Filezilla gibts allerdings weiterhin/wieder einen GnuTLS Bug. Bitte schreib uns, wenn du mit deinem FTP Account nicht mehr connecten kannst.

Fragen und Probleme: Wenn dir irgendwas auffällt, das nicht mehr so läft wie vorher, schreib uns doch bitte eine mail an mafalda [ät] diebin [punkt] at.

Wer oder was ist diebin.at?

diebin.at ist ein emanzipatorisches Server-Projekt das grundlegende IT Services für die Öffentlichkeit anbietet, insbesondere für andere emanzipatorische Initiativen und Aktvist*innen. Hinter diebin.at stehen wir, ein Kollektiv von zur Zeit 6 Personen, die sich um die Betreuung der Server kümmern. Wir wollen allerdings nicht einfach nur Server betreuen sondern vielmehr Zugänge zu kollektiver, emanzipatorischer Gestaltung von IT Infrastrukturen schaffen.

Was wir aktuell anbieten sind Mailinglisten und Websites (im Besonderen auch Wordpress-Blogs und MediaWikis). Ein Service das wir bislang eingeschränkt anbieten, aber ausbauen wollen, sind E-Mail-Konten. Zudem gibt es viele spannende Anwendungen, die wir irgendwann mal vielleicht auch auf unseren Servern anbieten wollen (zum Beispiel kooperative Tools wie Etherpads, CrabGrass, ...).

Was sind unsere Ansprüche?

Im Vordergrund stehen Praktiken, Wissensvermittlung und die Anwendung der verschiedenen Services. Nicht die Services um ihrer selbst Willen sind uns wichtig, sondern wir wollen, dass sich auch die Kompetenzen zur Verwendung und Betreibung dieser Services verteilen - innerhalb unseres Kollektivs wie auch unter den Nutzer*innen selbst und der Öffentlichkeit im Allgemeinen. Unser Ziel ist gewissermaßen auch uns ein bisschen überflüssig zu machen - oder zumindest nicht zu wichtig zu sein, sondern verteilte Strukturen zu befördern, die nicht von zentralen Autoritäten abhängig sind.

Es ist uns ein zentrales Anliegen gegen Diskriminierungsformen zu arbeiten und wir wollen diese Grundhaltung in unsere Praxis umsetzen indem wir für verschiedenste Hierarchien sensibiliseren und versuchen einen Zugang zu Technik(gestaltung) zu schaffen, der weniger ausschließend ist. Wir sind von unserer politischen Verortung her feministisch-queer, antirassistisch und gegen Kapitalismus. Wir nehmen uns vor für Kritik offen zu bleiben und unser Tun auch innerhalb des Kollektivs kontinuierlich zu reflektieren.

Als zentralen Punkt unserers Kollektiv sehen wir auch eine emanzipatorisch gestaltete Wissensweitergabe von allen möglichen Themen rund um Server, die wir uns selbst oder gegenseitig beigebracht haben. Dies sowohl innerhalb des Kollektivs, als auch beispielsweise in Workshops. Emanzipatorisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es uns wichtig ist, leichte Sprache Technikvokabular vorzuziehen und mehr auf DIT (Do it together) als auf DIY (Do it yourself) zu achten, da die Komplexität oft zusammen schneller und einfacher erlernbar ist als durch umfangreiche Handbücher und viele Menschen auch anders lieber lernen als durch entmutigende 500-seitige langweilige Technik-Handbücher.

Wir verlangen kein Geld für unsere Services (über Spenden freuen wir uns aber, da die Aufrechterhaltung der Infrastruktur tatsächlich auch Geld kostet). Wir verlangen aber, dass sich unsere Nutzer*innen, nach Möglichkeit (manchmal hat mensch halt wirklich auch keinen Kopf dafür) Gedanken darüber machen wie sie mit Technik umgehen und was sie dafür tun können, dass sich verteilte Strukturen und verteiltes Wissen zur Techniknutzung etablieren.

Was ist unsere Geschichte?

2005 hat sich die /bin - die basisgruppe informatik - als kritischer informatiker*innen-zusammenhang gegründet. Zugleich haben wir auch die Studien- & Fakultätsvertretung an der Fakultät für Informatik der Universität Wien organisiert (bis 2013). Da wir für unsere Tätigkeiten selbst E-Mail-Adressen, Mailinglisten, Wikis und Websites benötigten, dabei aber möglichst autonom sein wollten, haben wir einfach selbst einen Server dazu aufgesetzt und uns eine passende domain organisert - auf der ewig langen Liste mit Namensvorschlägen blieb dann diebin.at doch bei den meisten immer wieder hängen. So hat sich parallel zur /bin die diebin.at gegründet. Im Laufe der Jahre haben dann immer mehr befreundete Gruppen und Leute unsere Services mitbenutzt und bei uns stellte sich der Anspruch ein auch im Digitalen an einer gesellschaftlichen Umverteilung von oben nach unten mitzuwirken. Da wir an der Universität sehr privilegiert sind, was den Zugang zu Netzen und IT Infrastruktur betrifft, wollten wir unsere Resourcen auch Leuten und Gruppen zur Verfügung stellen, die dazu oft nicht so einfach Zugang bekommen. Funktioniert hat das alles nur sehr mäßig, weil das "Projekt" diebin.at immer nur so an der Seite des allgemeinen Tagesgeschehen in und um die /bin mitlief.

Seit 2014 hat sich nun ein eigenständiges Kollektiv formiert, das sich um die Betreuung und Entwicklung von diebin.at kümmern möchte. Noch (Stand März 2015) sind wir in einem anfänglichen Formierungsprozess, bei dem Geschwindigkeit nicht an erster Stelle steht. Viel wichtiger ist uns, dass Leute zusammenarbeiten die gerne zusammenarbeiten wollen und dass die Vermittlung und Verteilung von Wissen und Ressourcen funktioniert.

Das heißt, in naher Zukunft wird sich hier auch immer wieder mal was tun. Wir werden Konzepte und Ideen weiter ausformulieren und wir werden versuchen transparent zu machen wie wir arbeiten - dazu müssen wir aber auch erst genauer herausfinden wie wir als Kollektiv arbeiten wollen.

In Kontakt treten

Wenn ihr eines oder mehrere unserer IT Services nutzen wollt, gern einen Workshop zu einem der Themen in diesem Bereich machen wollt, oder wenn ihr Vorschläge und Wünsche für neue Services habt, schreibt uns doch auf mafalda [ät] diebin [punkt] at!

Wer uns verschlüsselt schreiben mag findet unseren GPG auf dem Ubuntu-Keyserver bzw. unter folgendem Link: https://diebin.at/mafalda.asc

Alternativ zu diebin.at möchten wir euch auch auf diese bereits etablierten Projekte, die in sozialen Bewegungen verankert sind, verweisen (eine viel umfangreichere Auflistung findet ihr auf der Radical Servers Seite von riseup.net):

Über Vernetzung mit ähnlichen Projekten und Gruppen freuen wir uns. Schreibt uns doch! Auch wenn ihr Ideen für gemeinsame Aktionen habt.

Im Kollektiv mitarbeiten

Wir verstehen uns zwar grundsätzlich als geschlossenes Kollektiv, wollen aber immer wieder in regelmäßigen Intervallen (halbjährlich oder jährlich) Zeitfenster schaffen, in denen wir das Kollektiv für Leute öffnen, die langfristig gerne mitarbeiten wollen. Wenn du/ihr daran Interesse habt, schreibt uns gerne!